21. Landeswettbewerb Mathematik

Auch in diesem Schuljahr haben sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Dingolfing am  Landeswettbewerb Mathematik beteiligt und konnten dabei zahlreiche Preise erzielen. 1373 Schülerinnen und Schüler aus 277 Gymnasien nahmen am 21. Landeswettbewerb teil. Sie waren bereit, sich mit anspruchsvollen mathematischen Problemstellungen auseinanderzusetzen, deren Inhalte meist weit über den Unterrichtsstoff hinausgehen. Neben Motivation und einem guten mathematischen Verständnis braucht es darüber hinaus viel Durchhaltevermögen, um hier erfolgreich abzuschneiden. Acht Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Dingolfing ließen es sich nicht nehmen, ihre mathematischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und konnten dabei hervorragende Ergebnisse erzielen. Bei der Preisverleihung lobte Schulleiter OStD Helmut Ettengruber das zusätzliche Engagement der Schülerinnen und Schüler und gratulierte zu ihren Erfolgen. Hervorragend abgeschnitten haben dabei: Jonas Safwat, Vanessa Weber, Svenja Egleder  und Alexa Steininger. Ganz besonders freut sich die Schulfamilie mit Vanessa Lutz und Katharina Savinov, die im Team einen 3. Preis geschafft haben, mit Julian Kuselowski, der sogar einen 2. Preis erreichen konnte sowie mit Milena Lentner, die sich über einen herausragenden 1. Preis freuen durfte.

Ludwig Danner, StR

Kompetenzschulung am Gymnasium Dingolfing: „Geh deinen Weg!“ – Vortrag von Motivationscoach Steffen Kirchner im Rahmen der W- und P-Seminare der Oberstufe

„Geh deinen Weg“ – unter dieses Motto war der Motivationsvortrag für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 gestellt, der auch in diesem Schuljahr ein Baustein der Kompetenzschulung im Rahmen der Seminarveranstaltungen der Oberstufe war. Es war gelungen, den Mental- und Motivationscoach Steffen Kirchner für einen Impulsvortrag zum Thema „Geh deinen Weg!“ zu gewinnen. Aus seinem Studium der Lebensgeschichten erfolgreicher Menschen resultieren seine Beobachtungen zu erfolgreicher Lebensgestaltung. Als Trainer und Coach betreute er Profisportler und Topathleten und überträgt seine Erfahrungen aus dem Sport zum einen auf die Situation in Wirtschaftsunternehmen, zum anderen auf allgemeine Lebensbereiche. So beinhaltete sein Vortrag zwar eine Vielzahl von Impulsen aus dem Bereich Sport, war aber passgenau auf die Schülerrealität und die Lebenssituation der Jugendlichen abgestimmt, die sich derzeit mitten im Orientierungs- und Entscheidungsprozess zur Studien- und Berufswahl befinden. Dabei lautete sein Credo: Jeder kann seinen Weg finden und so das Potential ausschöpfen, das in ihm steckt. Als grundlegende Erfolgsregel formulierte Steffen Kirchner: „Erfolg = Potenzial – Störfaktoren“. Zu den Störfaktoren zählen z. B. negative Menschen, also Menschen, die einem nur sagen, was nicht geht. „Entscheidend ist nicht das, was Du könntest, sondern das, was Du zeigst.“ Steffen Kirchner gab den Schülern den Rat, “nicht den leichten, sondern den richtigen, also deinen Weg zu gehen“. Man solle sich für sein Ziel entscheiden und dafür arbeiten. Dabei könne es durchaus mühsam sein, wenn ein Tag bereits anstrengend genug war, noch Motivation für sein eigenes Ziel aufzubringen. Wichtig sei jedoch, sich bewusst zu machen, dass es „in diesem Moment nur an mir selber liegt, ob ich für mein Ziel kämpfe“. Motivieren kann man nicht an andere delegieren, motivieren könne man sich nur selbst. Hat man keine eigenen Ziele, dann übernimmt man die Ziele anderer Menschen und wird so durch andere Menschen benutzt. Dies könne dazu führen, dass man zwar erfolgreich, aber eventuell nicht glücklich wird. Wichtig sei auch, dass der visuelle und mentale Fokus auf das ausgerichtet ist, was man tut, d. h. nicht zu viele Dinge auf einmal machen. Im Sport wird daher heute weniger lang, dafür mit mehr Intensität trainiert. Herr Kirchner erläuterte sehr anschaulich, warum ein Ziel schriftlich formuliert, motivierend, messbar und zeitlich fixiert sein muss. Ebenso soll das Ziel hochgesteckt, aber erreichbar sein (Treppenstrategie). Anhand zahlreicher Tipps und Beispiele gab er Hilfestellung, die Motivation zu entwickeln, vielleicht sogar die Begeisterungsfähigkeit zu entfachen, um die eigenen Ziele schrittweise umzusetzen. Bei der Findung des Traumberufs sind die Aspekte persönliche Stärken und Leidenschaft entscheidend. Man solle sowohl drei persönliche Stärken als auch drei Leidenschaften kombinieren, um sich über die berufliche Richtung klar zu werden. Auch soll man sich die Vorstellungskraft zu Nutze machen und sich z. B. eine Prüfungssituation 30-mal vorstellen, wodurch sie dann beim tatsächlichen Erleben nicht mehr so bedrohlich wirke.

Der Vortrag beinhaltete viele aktivierende und visuelle Elemente, wodurch Herr Kirchner es auf unterhaltsame und gleichzeitig inspirierende Weise verstand, den Zuhörern seine „Spielregeln des Erfolgs“ zu vermitteln. Dabei regte er sein Publikum an, zu hinterfragen, worauf sie im Leben fokussiert sein möchten oder wie sie ihr Ziel im entscheidenden Moment im Auge behalten können.
Am Ende der Veranstaltung war die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler, dass der Vortrag nicht nur ein abwechslungsreicher und interessanter Baustein im Seminarbetrieb gewesen sei, sondern dass es dem Referenten auch gelungen sei, konkrete und praktikable Anregungen für den Alltag zu vermitteln.

 

Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs

In diesem Schuljahr durften wieder vier Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe ihre Lesefähigkeiten beim alljährlichen Schulentscheid des Gymnasiums Dingolfing, welcher im Rahmen des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in der Kreisbibliothek stattfand, unter Beweis stellen.

Zu Beginn der Veranstaltung hießen der Leiter der Bücherei Thomas Jablonski und die Fachbetreuerin im Fach Deutsch und Organisatorin Elisabeth Ringlstetter die vier Klassensieger sowie die anwesende Jury herzlich willkommen. Diese setzte sich aus Herrn Jablonski, der stellvertretenden Schulleiterin Elisabeth Rembeck, der ehemaligen Schulleiterin Angelika Wallner und des ehemaligen Fachbetreuers Johann Scheibenpflug, Claudia Dobler als Vertreterin des Elternbeirats sowie der Schulsiegerin des Jahres 2012 Laura Wagner zusammen.

Neu: Büchertauschbörse

Pünktlich zu den Weihnachtsferien konnte er befüllt werden: der neue Bücherschrank - ein weiterer Schritt zur Leseförderung am Gymnasium Dingolfing. Das Prinzip ist einfach: Wer in einem Buch schmökern möchte, nimmt es mit nach Hause, liest es und bringt es anschließend wieder zurück. Ohne Kosten, ohne Zeitdruck! Wem das Buch gar so gut gefällt, dass er es behalten möchte, der stellt dafür einfach ein anderes ein!

Dank der freundlichen Unterstützung des Fördervereins konnte der neue Schrank angeschafft werden, zu finden ist er vor dem Eingang zum Lehrerzimmer. Ab sofort ist er zur regen Benutzung freigegeben!

Elisabeth Ringlstetter

Seminar „Mauer, Zaun & Stacheldraht“

 „Die Mauer muss weg!“, so lauteten die Worte, die Sabine Popp 1978 an die Grenze sprühte und dafür von der DDR zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Sie war eine der beiden Zeitzeugen, die im Rahmen des Seminars „Mauer, Zaun & Stacheldraht“ des Deutsch-Deutschen Museums ihre Geschichte erzählten.

Am Morgen des 26.11.2018 machten sich 15 SchülerInnen mit Frau Beer und Herrn Kölnsperger aus Dingolfing auf den Weg nach Mödlareuth an der bayerisch-thüringischen Grenze, um sich dort näher in Zusammenarbeit mit 15 SchülerInnen aus Greiz in Thüringen mit dem Thema „Deutsch - deutsche Teilung“ auseinanderzusetzen. Zu Beginn wurde ihnen diese Thematik am Beispiel des „geteilten Dorfes“ nähergebracht. Dazu machte die Gruppe eine kleine Wanderung durch die Ortschaft, um noch erhaltene Teile der Mauer und deren Sicherheitssystem, das nach jeder erfolgreichen Flucht verbessert wurde, zu betrachten. Der Höhepunkt an diesem Tag war jedoch ohne Frage das Gespräch mit dem Zeitzeugen Dieter Gäbelein, der von seiner gelungenen Flucht und deren Folgen erzählte. Durch seine lebendige Darstellung schaffte es Herr Gäbelein, den Jugendlichen die damalige Lage, die heute nur schwer nachvollziehbar scheint, nahezubringen. Sehr informativ war für die SchülerInnen am nächsten Tag vor allem aber auch das Auswerten und die Präsentation von Fluchtakten, sowohl erfolgreiche wie auch gescheiterte Versuche. Dies gestaltete sich als sehr arbeitsaufwendig, obwohl jede Akte, die ursprünglich aus mehreren Ordnern bestand, für die SchülerInnen bereits auf einen Ordner gekürzt wurde. Den Nachmittag verbrachten die TeilnehmerInnen auf einer Grenzexkursion zu markanten Orten, wie zum Beispiel verschiedenen Fluchtstellen, die zum Teil schon aus den Fluchtakten des Vormittags bekannt waren und so vor Ort nochmals besichtigt werden konnten. Den Abschluss dieses Seminars bildeten ein Vortrag über die Strukturen und Methoden der Überwachung in der SED-Diktatur, sowie das Gespräch mit der 2. Zeitzeugin Sabine Popp. Besonders durch die berührende Schilderung ihrer „3 Leben“ - im Osten, der Frauenanstalt Hoheneck und letztendlich dem Westen - hinterließ sie einen bleibenden Eindruck und gab allen Anwesenden dadurch viel zum Nachdenken mit auf den Weg. Am frühen Mittwochnachmittag machte sich die Gruppe schließlich wieder mit einer Menge eindrucksvoller Erinnerungen und neu hinzugewonnenem Wissen und Freunden auf den Heimweg nach Thüringen und Niederbayern.