Offenheit, Toleranz, Wertschätzung sind Schlagworte des Schulleitbildes. Gerade in Projekten zu Erster Hilfe sollten diese am Schuljahresende 2018/2019 eingeübt werden. Dazu übernahm das P-Seminar „Erste Hilfe – Erarbeitung kleiner Wettkampfeinheiten“  einen wichtigen Part, indem es 19 Grundschülern der Ganztagesklasse von der benachbarten Altstadtgrundschule Grundlagen der Ersten Hilfe spielerisch nahe brachte. Dazu erarbeiteten die Schülerinnen dieses Seminars progressive Stundeneinheiten zu kleineren Notfällen im Alltag, Unfällen im Sommer, im Haushalt oder mit dem Fahrrad. Begeistert machten die Viertklässler besonders die praktischen Übungen mit und wendeten abschließend ihr neu erworbenes Können in Gruppen unter einfachen Wettkampfbedingungen an. Natürlich gab es für alle neuen „Ersthelfer“ auch eine entsprechende Belohnung von den „großen“ Gymnastinnen. Ein herzlicher Dank geht dabei auch an die sehr kooperative Klassenleitung der 4. Klasse, Frau Vogl, und ihren Kollegen.

Wie reagiere ich bei Unfällen mit dem Fahrrad richtig? Dies übte die 6. Jahrgangsstufe, indem die Schüler sich anhand eines passenden Fallbeispiels engagiert mit dem Absetzen eines Notrufes, der Sicherung einer Unfallstelle und dem Eigenschutz auseinandersetzten. Darüber hinaus lernten die Sechstklässler aktiv, wie eine stabile Seitenlage durchgeführt wird und wann diese sinnvoll eingesetzt werden sollte. Damit wurde ein Thema der Verkehrserziehung der 5. Jahrgangsstufe „Fahrrad und Helm“ aufgegriffen und aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtet.

Da Schüler der 7. Jahrgangsstufe vielfach mit Freunden beim Baden unterwegs sind, sollte hier das Thema „Badeunfall“ im Mittelpunkt des Erste-Hilfe-Projektes stehen. Anschaulich konnte anhand eines entsprechenden Beispiels und anhand von Erfahrungsberichten der Schüler neben dem korrekten Absetzen eines Notrufes die immense Bedeutung des Ersthelfers mit Hilfe der Vorstellung einer Rettungskette erarbeitet werden. Weil bei Notfällen wie dem „Ertrinken“ gerade der Einsatz der Herzdruckmassage wichtig ist, wurde diese von den Siebtklässlern intensiv und quasi unter Echtzeitbedingung vom Beginn der Druckmassage bis zur Übernahme durch den Rettungssanitäter oder dem Notarzt an Phantomen eingeübt. Mit vollem Einsatz, teilweise auch hochroten Köpfen, strengten sich die Schüler an, diese Vorgabe zu erfüllen. Gleichzeitig stellten viele fest, dass man im Team am effektivsten um das „Leben eines Patienten“ kämpfen kann, wenn ein rechtzeitiger Wechsel bei einem solch kräftezehrenden Einsatz zwischen den Ersthelfern durchgeführt wird.

Gerade die Sensibilisierung für die Wahrnehmung von Notlagen eines Mitmenschen, Offenheit für das Geschehen in der persönlichen Umgebung der Schüler und eine hohe Wertschätzung des Lebens werden durch solche Erste-Hilfe-Projekte geschult, vermindern die Angst vor angeblich „falschem“ Handeln und fördern die Entwicklung der Jugendlichen gemäß dem Leitbild der Schule zu „beherzten“ Bürgern unserer Gesellschaft. Abschließend möchte sich die Schulfamilie bei allen an den Projekten beteiligten Schülern herzlich für ihre begeisterte Mitarbeit bedanken.

OStRin Ingrid Bauer

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