Täglich stillen wir unser menschliches Grundbedürfnis nach Essbarem und verzehren ganz selbstverständlich Lebensmittel. Woher dieses tägliche Gut kommt, konnte die Klasse 5A mit ihrem Geographielehrer Jürgen Frömberg am 2. Juni 2016 mit allen Sinnen erfahren: Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken. Sie besuchten den landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern einer Mitschülerin, der Familie Fellner, in Aign bei Obertrennbach.

SlacklineMit Karte und Kompass mussten die Jungen der Sportklassen 7a und 7d ihre sechs Stationen am 22. Oktober im Stadtwald selbst finden: Kraft, Koordination und Kondition standen auf dem Trainingsprogramm. Leiter der Sportveranstaltung mit geographischem Aspekt waren Schüler des P-Seminars Q12 „Wald und Wiesen rund um Dingolfing" von OStR Jürgen Frömberg. Bereits in den Morgenstunden hatte die Seminargruppe (Simon Bauer, René Hans, Stefan Nachreiner, Fabian Schebera und Tobias Tropmann) sechs Stationen im Stadtwald Dingolfing aufgebaut.

Ein selbst produzierter Film über die Vorzüge der sportlichen Betätigung in der freien Natur leitete die Veranstaltung am Gymnasium ein. Danach zog es die Schüler förmlich von selbst in den Wald. Mit einer kurzen Einweisung zur Orientierung mit Karte und Kompass wurde das räumliche Orientierungsvermögen – Stoff der 5. Jahrgangsstufe in Geographie – wieder zum Leben erweckt.

LiegestützenDanach tourte man in zwei Gruppen durch den Wald. Liegestützen und Treppenlauf wurden am Waldweg trainiert, Klimmzüge – auch die Lehrer Herr Schmid und Herr Frömberg mussten sich ohne Widerrede beteiligen – wurden an einem stabilen Ast vollzogen. Dips übte man an einer Parkbank. Mit weit mehr als 30 Stück holte ein Schüler der 7d den Tagesrekord. Auf einer Wiese vor dem Stadtwald konnten die Schüler auf einer gespannten Slackline ihre Koordination üben.

Highlight war der Bergauflauf – mit einem Seil gesichert – der mittels eines Waldrundlaufs wieder zum Ausgangspunkt zurückführte. Der Parcours musste prompt wiederholt werden.
Wasser gab es schon während der Veranstaltung, die sehr willkommenen und verdienten Süßigkeiten am Ende. Für Sport, Spaß und auch die nötige Sicherheit hatte die Seminargruppe allemal gesorgt. Sportlich, geographisch, didaktisch!

OStR Jürgen Frömberg

Unter diesem Motto stand die Exkursion der Klasse 6c im Rahmen des P-Seminars Q12 „Wald und Wiesen rund um Dingolfing" von OStR Jürgen Frömberg. Schon am frühen Morgen des 15. Oktober hatte die Seminargruppe (Eva Bumeder, Maria Huber, Stefanie Klaus, Christoph Pongratz und Veronika Wenzl) fünf Stationen im Wald bei Oberbubach aufgebaut.

Müll im WaldIn einer Station wurde der Waldboden den Schülerinnen und Schülern mit ihrer Biologielehrerin Sabine Alt näher gebracht. Hier lernte man auch, wie langsam sich Müll zersetzt, indem man verschiedene Zeitdauer-Karten einzelnen Müllarten zuordnen musste. Erstaunt war man über die lange Zersetzungszeit von Glas, das erst in 50.000 Jahren „dem Erdboden gleich gemacht" wird. Ein wahres Argument zur Müllvermeidung!

In einer anderen Station wurde besprochen, was die Waldluft für die Zivilisation leistet. Somit war schon eine Überleitung geschaffen zu einer weiteren Station, die die verschiedenen Funktionen des Waldes aufzeigte. Hierzu wurde auch ein interessanter Versuch zur Wasseraufnahmefähigkeit des Waldbodens gemacht, der das Wasser – bedingt durch seine verschiedenen Schichten – verzögert abgibt.

Förster BorkenkäferIn einer vierten Station erfuhr man Interessantes über die wichtigsten Akteure im Wald, die Bäume. Höhe, Nutzen und verschiedene Wurzelsysteme wurden zum Thema gemacht. Dann hatte Revierförster Markus Müller seinen Einsatz: Anschaulich erklärte er seine Arbeitsaufgaben und präsentierte verschiedene hilfreiche und moderne Geräte, deren sich ein Förster bedient.

Nach einer bereitgestellten Brotzeit, war noch einmal Aktivwerden in der kühlen Oktoberluft angesagt: Abschließend pflanzten die Schülerinnen und Schüler der 6c verschiedene kleine Bäume: Eiche, Tanne, Esche und Erle.

PflanzenFazit: Der Vormittag stand im Zeichen des anschaulichen Lernens in der Natur – und dennoch im Sinne des Lehrplans! Mit dem Pflanzen der Bäume zeigte man Verantwortungsbewusstsein und tat einen Schritt Richtung Nachhaltigkeit. Höchst geographisch!

OStR Jürgen Frömberg

„Wir hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck, der eineinhalb Planeten bräuchte, um die benötigte Biokapazität zu erzeugen. Wir haben aber nur einen Planeten, genau einen.“ Diese Erkenntnis muss schockieren. Zumindest sehr nachdenklich machte sie die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10 und der Q11 Geographiekurse des Gymnasiums Dingolfing. Der Veranstalter „Multivision“ mit seinen Projektpartnern Oxfam und Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie zeigte in einem multimedial aufbereiteten Vortrag eine beklemmende Wahrheit: Ein Viertel der Menschheit verbraucht drei Viertel der Ressourcen. Lebten alle so wie in Deutschland, bräuchte man drei Planeten um unseren Hunger nach Lebensmitteln, Konsumgütern und Energie zu decken. Verlierer sind die armen Länder, die Kleinbauern: Diese trifft vor allem der Klimawandel besonders hart. Sie haben – nicht wie wir – die finanziellen Mittel, diese Missstände zu überspielen. Der Moderator bezog auch die Schüler mit ein: Wer ist dafür, dass wir gerechter leben auf unserer Erde? Alle Hände gingen nach oben. Wer hat eine konkrete Idee, wie wir das konkret ändern könnten? Da waren es nur wenige Hände. Aber alle rief der Moderator auf und immer weitere Beiträge schlossen sich an: Lebensmittel aus der Region konsumieren, auf regenerative Energien setzen, CO2 reduzieren. Bleibt nur zu hoffen, dass alle das auch TUN, denn nur so schaffen wir es, gerechter in der EINEN Welt zu leben. Die Organisatoren, StD Josef Fröhler und OStR Jürgen Frömberg, freuten sich, dass diese Gemeinschaftsveranstaltung der Fächer Biologie und Geographie offensichtlich zum Nachdenken angeregt hat.

 

 

Wasserstelle im Camp Bunia, Dr Kongo | © Jane Beesley/ Oxfam

Quelle: http://www.oxfam.de/presse/dr-kongo/fotos

Im Rahmen ihres umfangreichen Programms im evang.-lutherischen Partnerdekanat Landshut besuchte eine vierköpfige Delegation aus Papua-Neuguinea einen Vormittag lang das Gymnasium Dingolfing. Es war bereits der vierte Besuch aus dem westpazifischen Land.