Suri Azizi ist ein 17-jähriger Afghane, der wegen des Krieges in seinem Land nach Deutschland geflohen ist. In Afghanistan herrschen seit 1978 Krieg und Bedrohung durch die radikalen Taliban. Seit 2001 läuft die ISAF Aktion, eine Wiederaufbauaktion unter der Führung der NATO, an der unter anderem auch Deutschland beteiligt ist. Insgesamt haben 2014 rund 2,6 Millionen Afghanen ihr Land verlassen. Suri ist einer von ihnen. Auf die Frage, warum er nach Deutschland kam, antwortet er, dass es im Gegensatz zu seinem Land hier keine Konflikte oder Kriege gibt und jeder zur Schule gehen kann. Hinter ihm liegt eine achtmonatige Flucht quer durch Europa und den Nahen Osten. Von Kabul aus fuhr er mit dem Auto nach Pakistan, zu Fuß setzte er seine Flucht durch den Iran und weiter durch die Türkei fort. Drei Monate harrte er in einem Flüchtlingslager in der Türkei aus. Nachdem er das Lager verlassen hatte, folgte ein dreitägiger Fußmarsch nach Bulgarien. Schließlich gelangte er trotz einiger Widrigkeiten nach Landau. Seine Familie musste er in Pakistan zurücklassen, allerdings hat er mittlerweile regelmäßigen Kontakt zu ihr via Handy und Skype. Suris Bild von Deutschland ist geprägt von hilfsbereiten Bürgern und Zufriedenheit. Seiner Meinung nach funktioniert die Integration hervorragend. Nun möchte er sich eine neue Existenz in Deutschland aufbauen und hofft, bald einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Wir wünschen ihm, dass er seine Träume verwirklichen kann.

Autoren: Dominic Mauersberger, Matthias Kurzmiller

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