„Eine glänzende Erscheinung“ – Unter diesem Motto stand die zweite Runde des Landeswettbewerbs „Experimente antworten“, an der zehn Schülerinnen und Schüler der 5., 7., 8. und 10. Klasse teilnahmen und für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet wurden.

Die naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schüler führten mit großem Eifer verschiedene Experimente rund um die Chemikalie Kupfersulfat durch. Sie testeten beispielweise bei verschiedenen Lebensmitteln, ob diese Zucker enthalten. Außerdem lernten sie die Biuret-Probe, eine Nachweismethode für Eiweiße, kennen. Im Internet recherchierten sie nach Anwendungsmöglichkeiten von Kupfersulfat, das in einigen Algenentfernungsmitteln enthalten ist. Der wohl optisch schönste Versuch war die Züchtung von Kristallen. Alle Versuche wurden mit Fotos und ausführlichen Versuchsprotokollen dokumentiert, sodass die von unseren Schülerinnen und Schülern angefertigte Lösung der ersten Aufgabe nach Abschluss der Wettbewerbsrunde sogar als Musterlösung online gestellt wurde.

Die Mühe und das Engagement der Teilnehmer/innen zahlten sich aus. Eine Urkunde erhielten Andreas Petersen (5c), Anna Petersen (7a), Johannes Dendl (8b), Gian Mallad (8b), Niklas Obermeier (8b), Jakob Frör (8c), Michael Günther (8c) und Jonas Safwat (8c). Lisa Fleischer und Jasmin Thiara (beide 10b) bekamen neben der Urkunde sogar ein kleines Geschenk. Die Urkunden und Präsente wurden den Schülerinnen und Schülern vom Schulleiter, Herrn Ettengruber, und ihrer betreuenden Lehrkraft, Frau Julia Bagung, überreicht, die sehr stolz auf die Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler sind und ihr naturwissenschaftliches Engagement lobten.

Wie wird eigentlich Essig hergestellt? Diese Frage stellten sich die Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 10a des Gymnasiums Dingolfing im Chemieunterricht. Um eine Antwort hierauf zu erhalten, besuchten die Jugendlichen zusammen mit ihrer Chemieleh-rerin OStRin Stephanie Mahr, die diese Exkursion organisierte, und deren Kollegin StRin Julia Bagung am 13.03.2019 die Essigfabrik Kriegl in Pilsting.

Zuerst wurden die Besucher von Peter Kriegl, dem Leiter des Familienunternehmens, begrüßt. Nach einer theoretischen Erläuterung, wie Essig überhaupt hergestellt wird, berichtete Herr Kriegl über die Anfänge und Entwicklungen seiner Firma bis heute. Seit 1872 handelt die Familie Kriegl bereits mit Essig, aber erst seit 1950 wird dieser auch selbst hergestellt. Bei der Firma Kriegl finden zwei unterschiedliche Gärverfahren zur Essigherstellung An¬wendung. Das erste von Beginn an verwendete Verfahren ist das Umpumpverfahren, bei dem mit Hilfe von Buchenholzrollspänen und Maische Alkohol durch Bakterien unter Sau¬erstoffzufuhr zu Essig verarbeitet wird. Die zweite Gärungsmethode ist das Submersver¬fahren. Hier arbeiten die Essigbakterien ohne Hilfsmittel. Die Essigbakterien, genannt Ace¬tobacter, sind, egal bei welchem Verfahren, ein unverzichtbarer Bestandteil der Essigher¬stellung. Der Arbeitsplatz dieser Bakterien sind die hölzernen Gärungsanlagen, genannt Essigbildner oder Acetoren. Bei der anschließenden Betriebsführung konnten diese beiden Gärungsmethoden in der Praxis betrachtet werden. Zudem war es den Jugendlichen mög¬lich, die riesigen Tanks aus Holz und Edelstahl, die je ein Fassungsvermögen von 60.000 l haben, und das hauseigene Labor zu bewundern.
Zum Schluss durften die Klasse und ihre Lehrkräfte an einer Essigverkostung teilnehmen. Neben Nudel- und Wurstsalat mit dem hauseigenen Dressing „Salatfee" konnten Trinkes-sige, süße fruchtige Dessertessige und die besonsers leckeren Balsamicoessige mit Fruchtgeschmack (z. B. Himbeere, Pfirsich, Schwarze Johanisbeere etc.) probiert werden. Zudem wurden noch offene Fragen der Besucher beantwortet.

Als Dankeschön für die sehr interessante Führung und die leckere Verkostung wurde Herrn Kriegl ein kleines Präsent überreicht. Mit einem Gastgeschenk der Firma Kriegl und um einiges reicher an Wissen traten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen die Heimreise an.

Julia Springer, 10 a

„Wer findet das Gelbe vom Ei?“ – Unter diesem Motto stand die erste Runde der Internationalen Junior Science Olympiade, bei der Jan-Niklas Lichtinger und Kevin Keck (beide Klasse 9a) erfolgreich teilnahmen und somit zur zweiten Runde des Wettbewerbs zugelassen sind.

Die Internationale Junior Science Olympiade (IJSO) ist ein naturwissenschaftlicher Wettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend biologische, chemische und physikalische Fragestellungen beantworten müssen. Die erste Runde umfasst Experimente, zu denen vertiefende Fragen beantwortet werden sollen. In diesem Jahr beinhalteten die Aufgaben Versuche rund um das Thema „Ei“. Beispielsweise wurde nach der Erklärung eines Hausfrauentricks gefragt, bei dem man ein rohes Ei in Wasser legt um zu testen, ob es noch frisch oder schon alt ist. Geht das Ei im Wasser unter, so ist es frisch. Schwimmt es allerdings an der Oberfläche, so sollte man es lieber entsorgen. Neben dieser Fragestellung bewiesen Jan-Niklas und Kevin auch bei den anderen Aufgaben ihr experimentelles Geschick und naturwissenschaftliches Denkvermögen. Die Mühe bei der Anfertigung der Versuchsprotokolle zahlte sich aus, da die beiden Schüler sich für die zweite Runde des Wettbewerbs qualifiziert haben. In dieser Runde müssen sie 24 Multiple Choice Fragen quer durch die Biologie, Chemie und Physik beantworten. Wir drücken den beiden die Daumen, dass sie auch diese Runde erfolgreich absolvieren.

Julia Bagung, betreuende Lehrkraft

„Ins Blaue hinein?“ – Unter diesem Motto stand die erste Runde des Landeswettbewerbs „Experimente antworten“, bei dem Lisa Fleischer und Jasmin Thiara (beide Klasse 10b) für ihre hervorragende Leistung ausgezeichnet wurden.

Der Landeswettbewerb „Experimente antworten“ ist ein naturwissenschaftlicher Wettbewerb, der sich an Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe richtet. Lisa Fleischer und Jasmin Thiara nahmen, so wie circa 2000 weitere naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern, an der ersten Wettbewerbsrunde teil. Unter dem Motto „Ins Blaue hinein?“ testeten die beiden Schülerinnen die Eignung verschiedener Haushaltschemikalien als Tintenkiller. In einem weiteren Versuch gelang es ihnen mittels Chromatographie, einem Trennverfahren, die Farbbestandteile von Filzstiften sichtbar zu machen. Außerdem bewiesen die beiden Schülerinnen ihre Kreativität, indem sie selbst „Zaubertinten“ herstellten. Die Versuche dokumentierten sie in einem Protokoll, wobei sie in diesem auch die chemischen Hintergründe der Experimente ausführlich erklärten. Dies ist besonders lobenswert, da das Thema „Farbstoffe“ erst in der Oberstufe behandelt wird. Da sich Jasmin und Lisa detailliert mit dieser Thematik auseinandersetzten, konnten sie auch die Jury überzeugen, sodass sie, neben einer Urkunde, mit einem kleinen Preis ausgezeichnet wurden. Beides wurde ihnen vom Schulleiter OStD Helmut Ettengruber überreicht, der das naturwissenschaftliche Engagement seiner Schülerinnen lobte und sie zur Teilnahme an der zweiten Wettbewerbsrunde ermutigte.

Julia Bagung (betreuende Lehrkraft)

„Krawall und Remmidemmi!“ lautete die Thematik des diesjährigen Wettbewerbs bei dem Thiara Jasmin (Kl. 9B) und Fleischer Lisa (Kl. 9B) für ihre herausragende Leistung neben einer Urkunde als kleines Präsent noch eine Stimmgabel erhielten.

Die beiden Schülerinnen mussten in dieser Runde des Landeswettbewerbs „Experimente antworten“ u.a.  mit Wasser gefüllte Flaschen so zum Klingen bringen, dass man ein Lied darauf spielen kann, eine Gitarre aus einem Schuhkarton und Gummiringen bauen und auf diesem selbstgebauten Musikinstrument Schwingungen erzeugen. Außerdem ermittelten sie in einem Experiment auf kreative Art die Schallgeschwindigkeit. Alle Versuche wurden mit Skizzen und Fotos in einem Protokoll ausführlich dokumentiert und ausgewertet, so dass die beiden Schülerinnen die Jury überzeugen konnten und sich ihre Mühe auszahlte.