Nach einer Woche bei unseren neuen Familien haben wir uns schon völlig an den amerikanischen Lifestyle gewöhnt. Fast Food und coole Aktivitäten gehören zum Alltag, wobei wir besonders viel Spaß hatten beim Lasertag spielen, im Escape Room, beim Baseballspiel der Cincinnati Reds und natürlich beim Shoppen. Fasziniert sind wir auch vom amerikanischen Schulleben, das sich von unserem komplett unterscheidet. Wir wurden Teil der Schulmannschaften und Clubs und durften am Unterricht unserer Gastschule teilnehmen. Dabei fühlten wir uns teilweise wie in einem amerikanischen Highschool Film. Bevor wir in in drei Tagen zu unseren Gastfamilien zurückkehren, die uns alle liebevoll aufgenommen haben und uns mit riesigen Lunchpaketen versorgen (kann natürlich nicht mit der Leberkassemmel vom Hausl mithalten), geht es für uns jetzt erst einmal nach Chicago, auf das wir uns alle sehr freuen...

 

Und los...! Nach einem langen Flug von über acht Stunden kamen wir endlich im lang ersehnten Washington DC an, wo es sofort raus in die Hitze und zum Weißen Haus ging. In den folgenden Tagen bekamen wir einen Schnelldurchlauf der kulturellen Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt - mit unter das Kapitol, verschiedene Memorials und Monumente, Museen und die atemberaubende Innenstadt. Einer der Höhepunkte war das WNBA Spiel, bei dem uns die mitreißende Stimmung begeisterte. Nach drei tollen Tagen in Washington und einem kurzen Flug voller Aufregung trafen wir endlich auf unsere Austauschschüler, die uns sehnsüchtig mit vielen Plakaten erwarteten.
Nach dem Labour Day startete für uns die Schule bereits eine Woche früher, was allerdings keinen stört, da unser Programm voll mit unterschiedlichen Ausflügen und Aktivitäten ist, wie beispielsweise Bowling oder Poolparties, die nicht immer ganz reibungslos verliefen. Aber was in Amerika passiert, bleibt in Amerika...

Am 31ten August begann für 25 SchülerInnen des Gymnasiums Dingolfing sowie für die beiden Lehrkräfte Frau Krempl und Herr Wiesmann der diesjährige Amerikaaustausch im Rahmen des GAPP. Nach neun Stunden Flug landete die Gruppe am Dulles International Airport in Washington D.C., wonach sich die Gruppe zum Hotel begab und danach erste Einblicke in die amerikanische Esskultur nehmen konnte.

Zum Ende des Schuljahres 2016/2017 war es endlich so weit: Nach 8 Monaten langer Wartezeit mit regem Kontakt, gab es das ersehnte Wiedersehen mit unseren amerikanischen Freunden. Diese waren bereits sehr gespannt darauf, die bayrische Kultur zu entdecken und die Familie der Gastschwester oder des Gastbruders kennen zu lernen. Wir nahmen uns alle vor die 3 Wochen in Deutschland so unvergesslich zu machen, wie unseren September 2016 in Amerika. Da sich so gute Freundschaften entwickelt haben, brauchte es dazu nicht viel. Oft traf man sich am Weiher oder man saß bis spät in den Abend im Garten zusammen und quatschte in einem Mix aus beiden Sprachen. Aber natürlich wurden in den Familien auf viele Ausflüge unternommen, zum Beispiel an den Chiemsee, zum Schloss Neuschwanstein, nach Salzburg, München und zur Landshuter Hochzeit. Drei Tage verbrachte die Amerikanische Gruppe außerdem am Bodensee. Ein Highlight für beide Nationen war der Abi Ball, dort wurde die ganze Nacht viel gelacht und getanzt.
Natürlich deckten sich auch die Amerikaner, vor allem die Mädels, mit unserer Tracht ein. Diese wurde bei Volksfestbesuchen und bei unserem Abschlussessen am letzten Freitag stolz ausgeführt.
Leider vergingen auch diese 3 Wochen viel zu schnell und der schmerzliche Abschied war nicht zu vermeiden. Die vielen Tränen zeigten aber auch, wie nahe man sich mittlerweile stand und wie sehr dieses Abenteuer Schüleraustausch verbindet. Man sammelte unzählige gemeinsame Momente, die für ein Leben lang besondere Beziehungen schaffen, ganz egal wie viele tausend Kilometer einen trennen. Dass der Gegenbesuch nicht das letzte Treffen mit unseren Gastgeschwistern gewesen sein darf, steht für alle fest. Es war kein „Bye“, sondern ein „See you soon“.

Mottotag.VortragIm Rahmen eines vom P-Seminar Englisch veranstalteten "Motto-Tages" zum Thema USA-Austausch sammelte die Unterstufe des Gymnasium erste Erfahrungen mit dem Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Dingolfing und der Oak Hills High School in Cincinnati. Am 7. Juli 2015 wurde für alle Schüler der 5. bis 7. Klassen vormittags ein Programm erstellt, das ihnen den Austausch schmackhaft machen und sie zu dafür benötigten guten Noten anspornen sollte.

Dieses Programm wurde von Mitgliedern des P-Seminars „30 Jahre Schüleraustausch Oak Hills High School und Gymnasium Dingolfing" und amerikanischen Schülern durchgeführt, die am diesjährigen Schüleraustausch beteiligt waren. Dabei diente eine PowerPoint Präsentation als Grundlage für eine umfassende Beschreibung des amerikanischen Schulalltags, wie zum Beispiel dem Stellenwert der Schulmannschaften oder des gewöhnlichen Tagesablaufs sowie Besonderheiten der Stadt Cincinnati.

Als Highlight wurde natürlich das anschließende Spiel "Who wants to be a millionaire?" wahrgenommen. Hier mussten jeweils zwei bis drei Klassen gegeneinander antreten. Die Fragen zu Landeskunde, Vokabeln und Grammatik wurden zumeist sehr souverän und mit großer Begeisterung gemeistert. Die Klassen mit den meisten richtigen Antworten wurden danach reichlich belohnt und zwar mit Süßigkeiten, kleinen Amerikaflaggen und Klebetattoos aus Amerika, die die amerikanischen Lehrer Mr. Vaske und Frau Schott McMasters extra für diesen Anlass aus ihrem Heimatland mitgebracht hatten. Insgesamt war es eine sehr informative und anschauliche Veranstaltung für die Schüler.

Mottotag.millionaire

 

Aaron Fuchs