Am 12.07.2019 durften die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6D gemeinsam mit Anna Heiland und Lucie Paschke, unter der Leitung von Frau Fischer, eine kulinarische Zeitreise ins Altertum erleben.

Zunächst wurden den Kindern in der Mensa die Kochutensilien, Rezepte und das Quiz über die Essenskultur und Geschichte der antiken Römer, Griechen und Ägypter vorgestellt.

Anschließend teilten sich die Schüler der sechsten Klasse in drei Gruppen auf, die sich jeweils um die Vor-, Haupt- und Nachspeise kümmerten.

Während die eine Gruppe kochte, durften die anderen beiden das vorbereitete Quiz mit Hilfe von bereitgestellten Infoblättern bearbeiten.

Nachdem das Essen von den Kindern vorbereitet worden war, wurde es gemeinsam gegessen. Nach der ägyptischen Vorspeise, einem leckeren Bulgursalat, machte sich jedes Kind seinen griechischen Pfannkuchen selbst. Als Nachspeise wurden Quarkbällchen in der Pfanne angebraten und anschließend mit Honig und Mandeln verzehrt.

Die Auswertung des Quiz‘ erfolgt die Tage darauf und am 19.07. werden dann die Gewinner bekannt gegeben und mit einer kleinen Überraschung belohnt.

Zuletzt möchten wir uns noch bei den begleitenden Lehrkräften Frau Ringlstetter, Frau Lettow und Frau Zuchs recht herzlich bedanken.

„Ihr seid die Elite der deutschen Jugend!“

- In diesem Bewusstsein wurde der heute 90-jährige Gerd Plorin an einer sogenannten Nationalpolitischen Erziehungsanstalt, kurz Napola, im Geiste des Nationalsozialismus er­zogen.

Am 8. Juli 2019 erzählt er im Rahmen der schulinternen Lehrerfortbildung „Erziehung im Nationalsozialismus – ein Zeitzeugengespräch“ von seinen Erfahrungen als Kind in der NS-Zeit, die mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 beginnt. OStRin Susanne Beer und OStRin Elisabeth Ringlstetter hatten zu diesem Fortbildungsnachmittag eingeladen.

Als Plorins Grundschulzeit in Oldenburg zu Ende geht, erhalten seine Eltern ein Schrei­ben, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass ihr Sohn als grundsätzlich geeignet für die Ausbil­dung an einer Napola eingeschätzt wird. „Das war eine Auszeichnung“, berichtet Plorin, zumal seine Eltern nicht Mitglieder der NSDAP waren.

Bevor für ihn die eigentliche Schulzeit an der mehrere hundert Kilometer entfernten Napola in Naumburg an der Saale beginnen kann, müssen Plorin und die anderen 10-Jährigen zweiwöchige Aufnahmeprüfungen in Schloss Plön überstehen. Dazu gehören auch Mutproben, die z.B. darin bestehen, aus dem 2. Stock in ein aufgespanntes Sprungtuch zu springen.

Die Jahre an der Napola sind für Plorin einerseits davon geprägt „geknechtet“ und „geschliffen“ zu werden, andererseits wird den Jungen immer wieder bewusst gemacht, dass sie „die Elite der deutschen Jugend“ seien und darauf stolz sein können.

Die Außenanlagen der Schule hat Plorin in positiver Erinnerung: „Wir hatten alle Möglich­keiten“, so gab es in Naumburg eine Leichtathletikanlage, eine Eisbahn, einen Reitplatz und sogar Segelflugzeuge. Außerdem hebt Plorin immer wieder die Qualität des Unter­richts und der Bildung hervor. Freizeit kennt er als Napola-Schüler jedoch nicht – jede Mi­nute des Tages ist vorab geplant.

Welch verbrecherischem System diese Jungen später dienen sollten, begreifen Plorin und seine Mitschüler erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Plorin ist zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt.

Am Ende des Zeitzeugengesprächs wendet sich Gerd Plorin noch einmal direkt an die an­wesenden Lehrkräfte, die gebannt an seinen Lippen hängen. Er äußert sich besorgt über aktuelle politische Strömungen in Deutschland und die Parolen, die fast schon salonfähig geworden sind. Er ist davon überzeugt, dass aus der Geschichte eine Verantwortung der Deutschen für die Zukunft erwächst. Daher appelliert er an seine Zuhörer: „Wehret den Anfängen!“

OStRin Susanne Beer

(Foto: Dieter Kraus)

Am 14.02.2019 setzten die beiden Schülerinnen Eva Heidobler und Vanessa Hulin ihr Projekt zum Thema "Die goldenen 20er" im Rahmen des P-Seminars "Make history happen - Geschichte zum Anfassen" unter der Leitung von Frau Fischer um. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9C bekamen von den Projektleiterinnen Kleidung und Accessoires im Stil der 20er Jahre zur Verfügung gestellt, mit welchen sie ausgewählte Fotos nachstellten. Dieses Projekt hatte zum Ziel, den Schülern lebhaft die Vergangenheit näher zu bringen und sie für das 2. Halbjahr zu motivieren, in dem sie diese Zeit durchnehmen werden. Die Bilder wurden mit einer Spiegelreflex- sowie mit einer Sofortbildkamera erstellt. Das Projekt war ein voller Erfolg und alle Schüler beteiligten sich mit Freude daran. Die Bilder wurden im Klassenzimmer der 9C aufgehängt. 
 

Weiße Wände in der Burg? Gab es im Mittelalter nicht! Nach der damaligen Mode war es üblich, die Wände mit bunten Gemälden und Ornamenten zu schmücken. Allerdings mussten sich die Schüler*innen diese Farbigkeit in ihrer Fantasie vorstellen, denn die Wände der Burg Trausnitz in Landshut sind im Laufe der Jahrhunderte und nach dem großen Brand 1961 längst weiß übertüncht worden oder verblasst.

Dies und noch weiter interessante Details erfuhren die Klassen 7a und 7d, die am Mittwoch, den 20.02.2019 zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Cathrina Baumgartner und Julia Fischer-Döring zu Besuch auf der Burg Trausnitz in Landshut waren, um das Mittelalter, Thema im Geschichtsunterricht der 7. Klassen, hautnaher zu erleben.

In einer Führung durch die Burg wurde unter anderem die Funktionsweise einer Ritterrüstung erläutert und im alten „Palas“ geklärt, dass die Menschen im Mittelalter durchaus auch Insekten aßen, z.B. in Form von Maikäfersuppe. Außerdem konnte die alte Kapelle besichtigt werden, die von dem Brand weitgehend verschont und im Original erhalten geblieben ist. Gruselig wurde es dann im alten Verlies, das zuweilen auch als Folterkammer diente. Hier erfuhren die Schüler*innen so einiges über die im Mittelalter üblichen Strafen und wissen nun auch die Herkunft so mancher Redewendung. So kommt der Ausdruck „Schlitzohr“ daher, dass ein Wandergeselle im Mittelalter üblicherweise einen Ohrring getragen hat. Hat sich dieser etwas zuschulden kommen lassen, haben ihm seine Kameraden den Ohrring ausgerissen und ihn damit zum Schlitzohr gemacht

Insgesamt verbrachten die 7.Klässler so einen kurzweiligen und informativen Vormittag in Landshut.

Einen erlebnisreichen Tag verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7b und 7c auf der Burg Trausnitz in Landshut. Thematisch eingebettet in ein fächerübergreifendes Projekt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und Literatur des Mittelalters stand eine Führung zum „Leben auf einer mittelalterlichen Burg“ im Mittelpunkt des Ausflugs. Als mittelalterliche Magd verkleidet begrüßte die Gästeführerin Maria Metz die Gruppe im Burghof und entführte die jungen Besucher auf eine Zeitreise zurück ins mittelalterliche Burgleben und in die Zeit der Wittelsbacher Herzöge. Nicht zuletzt die Darbietungen anlässlich der Landshuter Hochzeit hatten die Neugier geweckt, mehr über die Hochzeit der polnischen Königstochter Hedwig mit dem Landshuter Herzogssohn Georg und das Leben im späten Mittelalter zu erfahren. So wurden Räumlichkeiten in der Burg sowie die Folterkammer, der Weinkeller und das Areal im und um den Burghof erkundet. Dabei wurden auf sehr lebendige und anschauliche Art und Weise historische Hintergründe vermittelt, die immer wieder gespickt waren von Hinweisen zur sprachgeschichtlichen Entwicklung vieler Redewendungen, die auf das Mittelalter zurückgehen. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass man durch die Begegnung mit den mittelalterlichen Helden aus Landshut auch den Rittergestalten aus den Mythen um König Artus oder Parzival nähergekommen war, die Gegenstand des Deutsch- bzw. Englischunterrichts gewesen waren. In jedem Fall bildete der gemeinsame Ausflug einen reizvollen Baustein zur Veranschaulichung der theoretischen Inhalte des Mittelalterprojekts.

Doris Mitterer, Elisabeth Rembeck, Hans-Jürgen Weber