Luther gegen Tetzel – zumindest beim Wettrennen am Stand „Ablassbriefe“ war nicht von vornherein klar, wie das Duell ausgehen würde… Neben dem spielerischen Wettrennen konnten sich die Schüler und Schülerinnen über den historischen Hintergrund der Auseinandersetzung informieren und an weiteren Ständen Einblicke erhalten in die Welt vor 500 Jahren. So mussten 95 Thesen an ein („Kirchentür-“) Brett genagelt werden, die Auseinandersetzung zwischen Luther und dem Papst nachgestellt werden oder in einem Bildermemory wichtige Begriffe der Reformationszeit zu den entsprechenden Bildern zugeordnet werden.
Die evangelischen Schüler und Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe haben im Unterricht die Themen ausgewählt, Infotafeln geschrieben und Spielaktionen vorbereitet, sodass am Tag vor den Herbstferien alles bereit war für die Pausenaktion: An 5 Ständen und einem Whiteboard wurde gelacht und gelesen, um Lutherbonbons gefeilscht und so an 500 Jahre Thesenanschlag erinnert!

Silke Schröder

Bei den Hausaufgaben helfen, Deutsch lernen, Fragen beantworten, gemeinsam Lachen und gemeinsam Lernen - all das leisten die Lerntutoren, die seit Anfang des Jahres für Jugendliche aus den Ausländer- und Flüchtlingsklassen der Berufsschule im Einsatz sind.
Dank einer Kooperation der Freiwilligenagentur, wo die Lerntutoren des Gymnasiums registriert sind, und der Caritas, die es ermöglicht, dass die Tutoren ein kleines Entgelt bekommen, gibt es an unserer Schule dieses Projekt. Jede Woche treffen sich die Tutoren mit ihren Lernpartnern aus Somalia und Kuba, aus Rumänien und Afghanistan und leisten so ihren Beitrag zur Völkerverständigung!


Silke Schröder

Bereits zum 5. Mal bewährt sich die Zusammenarbeit von Realschule und Gymnasium für einen guten Zweck:

Mit 96 Päckchen beladen steuern die mit der Organisation betrauten Schüler und Schülerinnen aus der 10. Klasse des evangelischen Religionsunterrichts die benachbarte Realschule an, wo schon Frau Lindl mit ihrem bewährten Team die Lagerung und das Einladen der Pakete organisiert hat.
Denn diese müssen immer rechtzeitig vor Weihnachten unterwegs sein, damit am Weihnachtsfest kein Kind leer ausgehen muss. Verteilt werden die Pakete vor allem in Kinderheimen in Osteuropa und lindern dort ein wenig die größte Not.
Viele Eltern, Schüler und Schülerinnen an den beiden Schulen haben es sich zu einer guten Gewohnheit werden lassen, Notwendiges, wie warme Kleidung oder Zahnbürsten, aber auch Liebevolles, wie Schokolade oder ein kleines Kuscheltier, in die Päckchen zu packen, die von Dingolfing aus auf die Reise gehen.


Silke Schröder

Papua-Neuguinea –das ist ein kleiner Staat am anderen Ende der Welt, der für Dingolfing zur Zeit ein persönliches Gesicht bekommt. Pfarrer Penga Nimbo aus dem Hochland von Papua-Neuguinea verbringt mit seiner Familie 5 Austauschjahre in Deutschland und arbeitet seit September 2017 in der evangelischen Gemeinde der Erlöserkirche mit. 

Jetzt besuchte er den ev. Religionsunterricht am Gymnasium und stand in der 10. Klasse für Fragen zur Verfügung. In einem informativen Vortrag mit vielen Bildern erfuhren die Schüler und Schülerinnen viel über das Leben und die Arbeit eines Pfarrers dort und waren erstaunt über die vielen Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede zum Alltag in Deutschland. Pfarrer Nimbo erläuterte, dass die Familien in seiner Heimat viel stärker in die Gemeinschaft eingebunden seien, als das hier üblich wäre. Zum Beispiel werden Konfirmationen mit einem Festessen für 100-200 Personen gefeiert, für Eheschließungen müssen die Familien beider zukünftiger Partner sich einig sein und finanzieren dann auch gemeinsam das große Hochzeitsfest. Gemeinsam bebauen die Familien auch ihre „Gärten“, die eher einer kleinen Landwirtschaft ähneln, in denen dank des ausgeglichenen Klimas das ganze Jahr über Kartoffeln, Bananen und Süßkartoffeln angebaut und geerntet werden.
Viel Wert wird auch auf die Tradition gelegt: An Festtagen und auch an Schulfesten tragen Erwachsene wie Kinder traditionelle Gewänder mit beeindruckendem Schmuck aus Blumen und Federn, es wird mit traditionellen Trommeln musiziert und getanzt.
Verbunden sind diese Traditionen mit einer tief empfundenen Frömmigkeit - 90% der Einwohner sind Christen – sodass man auf kirchlichen Synoden sowohl Posaunenchöre spielen hört, als auch Tänzer mit Trommeln sieht.
Zum Schluss der Stunde war noch Zeit für Fragen und so erfuhren die Schüler und Schülerinnen noch einiges, z. B. über das Frauenbild (rund ist schön!) und dass es schön und wichtig ist, dass es verschiedene Kulturen in der Welt gibt, denn, so Pfarrer Nimbo, „so bleibt die Welt im Gleichgewicht!“

weltladen2017 „Warum schmeckt die Schokolade im Weltladen so gut?“ Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c bei ihrer Exkursion in den neuen Weltladen in Dingolfing im Rahmen des Religionsunterrichts nach. Die Antwort auf diese Frage war nicht ganz leicht zu finden, da sich bekanntlich über Geschmack streiten lässt. Auf jeden Fall erfuhren die Schülerinnen und Schüler von Frau Schötz, einer der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, dass die Schokolade des Weltladens in der Regel mehr Kakaobestandteile und weniger Zucker und Fremdfette enthält als die herkömmliche Discounterschokolade.