Religion und Kultur – wie gehören die beiden Begriffe zusammen? Für uns im lang schon christianisierten Deutschland ganz selbstverständlich – unsere Kultur ist von der Religion geprägt, unsere Religion auch von der Kultur. Aber in anderen Ländern? Beispielsweise in Papua-Neuguinea, wo im Hochland erst 1930 die ersten Kontakte mit der westlichen Welt stattfanden?
Im Rahmen des evangelischen Religionsunterrichts besuchte Pfarrer Penga Nimbo aus Papua-Neuguinea die 10. Jahrgangsstufe des Gymnasiums und erläuterte das spannende Wechselspiel von hergebrachter Kultur und „neuem“ Christentum. Die Verehrung der Ahnen illustrierte er mit Bildern aus seinem Heimatdorf Jalibu, wo noch seine Eltern- und Großelterngeneration in kleinen Gedenkstätten die Gebeine der Verstorbenen aufbewahrten. Seit der Christianisierung seien diese Häuschen verschwunden und die Toten bestattet. Aber das Bewusstsein dessen, dass der Tod nicht das Ende ist, lebt im christlichen Auferstehungsglauben weiter. Auch der Heilige Geist hat im Glauben eine größere Bedeutung, da in seinem Wirken die Kraft der unsichtbaren Welt gesehen wird. Von der Kraft Gottes wird - in weit größerem Maß als dies im Westen üblich sei - auch Gesundheit bzw. Heilung von Krankheiten erwartet. Dies ist aber auch bitter nötig, da in Sachen Gesundheitssystem das Land noch einen weiten Weg vor sich hat. Der Weg zum nächsten Krankenhaus ist oft weit, es fehlt an Transportmöglichkeiten und der nötigen Infrastruktur.

Was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Schön sind Geschenke, die ich bekomme, und genausoviel Freude bereiten Geschenke, die ich anderen mache. 139 Päckchen wurden dieses Jahr liebevoll von Schüler/-innen, Eltern und Lehrer/-innen gepackt, um damit Kindern vor allem in Osteuropa eine Freude zu bereiten. Neben sinnvollen Gegenständen wie Zahnbürsten, Shampooflaschen und Schulmaterialien kamen in die Päckchen noch Kuscheltiere, Schokonikoläuse und kleine Spielen. Täglich stapelten sich die Päckchentürme in den Klassenzimmern der 5a und der 5b höher und stimmten schon ein bisschen auf Weihnachten ein. Die evangelischen Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen haben die Information und Organisation übernommen und alle 139 Päckchen zur Sammelstelle der Herzog-Tassilo-Realschule, mit der unser Gymnasium seit Jahren gut zusammenarbeitet, transportiert. Am 26.11.18 kam dann der Lastwagen. Fleißige Helfer von der dortigen SMV haben alles verladen und jetzt steht einem fröhlichen Weihnachten nichts mehr im Wege!

Vielen herzlichen Dank an alle Päckchenpacker und Organisationshelfer!
Silke Schröder

Vom 09. bis 18. Mai 2018 ist am Gymnasium Dingolfing die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im deutschen Fußball“ zu sehen. Die Ausstellung wird von der Organisation der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau verliehen.
Die Ausstellung thematisiert die Bedeutung von Juden im deutschen Fußball. Jüdische Fußballer, Trainer, Funktionäre  u.a. waren mit Pioniere des deutschen Fußballs, umjubelt, verehrt und respektiert, galten als Vorbilder sportlichen Gedankens und des Fairplays. Bestens bekannt sind z.B. Kurt Landauer, ehemaliger Präsident des Sportvereins FC Bayern München, der 1932 zum ersten Mal den deutschen Meistertitel errang oder der Nationalspieler Julius Hirsch (1892 – 1943), der mit dem Karlsruher FV Deutscher Meister wurde und bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm zehn Tore gegen Russland erzielte, ein bis heute in Deutschland ungebrochener Rekord (Quelle: Faltblatt zur Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin) und der 1943 im KZ Auschwitz ermordet wurde.
Da die Themen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus auch vor dem Fußball nicht Halt machen möchten wir als Schule die Gelegenheit nutzen, im Jahr einer Fußballweltmeisterschaft auch auf unschöne Seiten des beliebtesten Sports (zumindest vor dem Fernseher) der Deutschen aufmerksam zu machen und das Bewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler zu schärfen und ihre persönliche Entwicklung und ihr demokratisches Handeln zu fördern. Wir freuen uns auf Austausch und Diskussion. Selbstverständlich sind alle Interessierten dazu eingeladen.
Im Anschluss an das Gymnasium übergeben wir die Ausstellung an die Realschule Dingolfing, wo sie bis zum Beginn der Weltmeisterschaft zu sehen sein wird.


Hubert Kölnsperger

Luther gegen Tetzel – zumindest beim Wettrennen am Stand „Ablassbriefe“ war nicht von vornherein klar, wie das Duell ausgehen würde… Neben dem spielerischen Wettrennen konnten sich die Schüler und Schülerinnen über den historischen Hintergrund der Auseinandersetzung informieren und an weiteren Ständen Einblicke erhalten in die Welt vor 500 Jahren. So mussten 95 Thesen an ein („Kirchentür-“) Brett genagelt werden, die Auseinandersetzung zwischen Luther und dem Papst nachgestellt werden oder in einem Bildermemory wichtige Begriffe der Reformationszeit zu den entsprechenden Bildern zugeordnet werden.
Die evangelischen Schüler und Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe haben im Unterricht die Themen ausgewählt, Infotafeln geschrieben und Spielaktionen vorbereitet, sodass am Tag vor den Herbstferien alles bereit war für die Pausenaktion: An 5 Ständen und einem Whiteboard wurde gelacht und gelesen, um Lutherbonbons gefeilscht und so an 500 Jahre Thesenanschlag erinnert!

Silke Schröder

Bei den Hausaufgaben helfen, Deutsch lernen, Fragen beantworten, gemeinsam Lachen und gemeinsam Lernen - all das leisten die Lerntutoren, die seit Anfang des Jahres für Jugendliche aus den Ausländer- und Flüchtlingsklassen der Berufsschule im Einsatz sind.
Dank einer Kooperation der Freiwilligenagentur, wo die Lerntutoren des Gymnasiums registriert sind, und der Caritas, die es ermöglicht, dass die Tutoren ein kleines Entgelt bekommen, gibt es an unserer Schule dieses Projekt. Jede Woche treffen sich die Tutoren mit ihren Lernpartnern aus Somalia und Kuba, aus Rumänien und Afghanistan und leisten so ihren Beitrag zur Völkerverständigung!


Silke Schröder